Natur pur.

Jahrelang getrieben. Vergessen um was es wirklich geht. Reset. Zurück zur Natur. Pur. Ohne Filter. Keine Optimierung für Instagram. Die Bilder dürfen auch Bildrauschen haben, ähnlich wie die analoge Körnung. Weg vom Perfektionismus, hin zur Echtheit.

Naturfotografie ist für mich so viel mehr als nur das Foto. Es ist das wochenlange warten auf den einen Moment. Und ja, die vielen Enttäuschungen gehören ebenso dazu, wie die zu kalten Tage, die vielen Mücken, die nassen Füße oder die schmerzenden Beine. Aber auch die tollen Momente "alleine" mit dem Tier, Auge in Auge oder als Beobachter der natürlichen Verhaltensweisen. Naturfotografie ist Erlebnis, Abenteur und Erholung zugleich.

In diesem Projekt konzentriere ich mich auf das Wesentliche. Minimalistisch. Pur.

Kolkrabe im Nebel

Bereits vor Sonnenaufgang bin ich im Naturschutzgebiet unterwegs und bringe meine Kamera mit ISO Werten von über 25.000 an ihr Limit, oder darüber hinaus. Der erste Graureiher zeigt sich, kurze Zeit später fliegt ein Silberreiher über mich hinweg. Den Fuchs, den ich mir erhoffe, sehe ich leider wieder nicht. Nebelschwaben liegen über den Gräsern und die Sonne steigt langsam auf, als ein Kolkrabe genau auf die Sonne zu fliegt und sich im starken Nebelband niederlässt.

Das sind die Momente, die die Naturfotografie so besonders machen.

Reh in der Morgendämmerung

Nur ein paar hundert Meter von meinem Haus entfernt, mache ich mich diesen Morgen auf den Weg zu einem kleinen Spaziergang. Natur bewusst wahrnehmen. Während ich den Nebel und der bald aufgehenden Sonne zuschaue, bemerke ich eine Bewegung auf der Wiese. Ich hocke mich hin und fotografiere. Ein Hase? Nein, es ist der Kopf von einem Reh was auf der Wiese liegt. Pünktlich zum Sonnenaufgang steht es auf, putzt sich kurz und macht sich in Richtung Dickicht auf.

Mir wird wieder bewusster, wie sehr Wildtiere von uns eingeschränkt werden. Denn ich schätze, das Reh wäre gern noch auf der Wiese geblieben und hätte ein paar mehr Sonnenstrahlen genossen. Doch die innere Uhr lässt es wissen, jetzt beginnt die Zeit der Menschen. Insgesamt konnte ich 6 Rehe an verschiedenen Orten mit dem selben Verhalten beobachten.

Rothirsche im Abendlicht

Ich habe das Glück, dass nicht weit von meinem Wohnort mindestens ein Rudel Rothirsche lebt. Dieses Rudel umfasst ca. 100 Tiere. Es ist schon imposant, wenn sich so viele wildlebende Tiere an einem Platz aufhalten. In diesem Fall kurz vor Sonnenuntergang am Waldrand waren es ca. 30 Rothirsche. Meine Entfernung zu den Hirschen betrug ca. 200 Meter. Alle anderen Hirsche standen auf der anderen Seite ca. 1000 Meter entfernt.

Eine interessante Beobachtung. Ich konnte sehen, wie sich Hirsche boxen/streiten. Wie ein Hirschkalb von der Hirschkuh gesäugt wird und wie ein Aufpasser etwas abseits der Gruppe steht und Ausschau hält.

Rothische

Hirschkuh säugt Kalb

Ausschau halten

Silberreiher im Sonnenaufgang.

Die Geräuschkulisse an diesem Morgen einfach atemberaubend. Die fotografischen Motive eher überschaubar. Aber kein Problem, allein hier zu sein, lohnt. Der Silberreiher fliegt direkt vor der Sonne entlang und ich fotografiere den Klassiker. So entsteht das Foto.

Am Ende des kleinen Ausflugs sehe ich noch einen Eisvogel, der sich neben mir auf einen Ast setzt. Herrlich. An diesem Morgen habe ich dich mal mitgenommen. Du kannst also über das folgende Video mit dabei gewesen sein... :-) Der Eisvogel ist in dem Video nicht zu überhören.


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Natur zu respektieren bedeutet für mich, die Tier- und die Pflanzenwelt so wenig wie möglich einzuschränken, oder sonst zu beeinflussen. Mit der Naturfotografie geht auch eine hohe Verantwortung einher und für mich sind Themen wie Tiere nicht stören, Abstand zu Bruthöhlen, Fluchtwege zu gewähren und vieles, vieles mehr - selbstverständlich. Auch wildlebende Tiere anzufüttern ist für mich ein absolutes No-Go.

Zudem ist für mich die Definition Naturfotografie eindeutig. Denn Naturfotografie beschreibt die Form der Fotografie, die ausschließlich natürlichen Lebensraum, oder natürliches Leben der Tier- und Pflanzenwelt zeigt. In Zoos oder in sonstigen, nicht natürlichen Lebensräumen, gehaltene Tiere sind kein Teil der Naturfotografie. Dazu zähle ich auch Haustiere. Auch das gehört zum Thema "Respekt vor Natur".